Ägidiikirche
Ägidiiplatz 1
34346 Hann. Münden
Künstlerin: Uta Sehr

Aegidiikirche

Pfingsten des Jahres 1626 kam es bei der Erstürmung der Stadt Hannoversch Münden durch die Truppen des Generals Graf Johann Tserklaes von Tilly zu einer Explosion eines als Pulvermagazin genutzten Stadtmauerturms in unmittelbarer Nachbarschaft der Aegidienkirche. Die Wucht der Detonation und das ausbrechende Feuer zerstörten einen Großteil des bis in das 13. Jahrhundert zurückweisenden Ursprungsbaus. Allein die Sakristei und die Apsis blieben erhalten. Bei Grabungen in der Kirche stieß man 1964 auf einen kleineren noch älteren Ursprungsbau mit einem Maß von ungefähr 6 x 9 Meter.

Erst Jahrzehnte nach der Zerstörung im Jahre 1684 wurde erneut ein Kirchenschiff errichtet, in dessen Westgiebel eine Inschrift eingelassen wurde, die von diesem Unglück erzählt.. Im Jahr 1729 erhielt der Turm seinen heute erhaltenen Fachwerkaufbau und ab 1733 sind wieder regelmäßige Gottesdienste belegt.

Heute ist einer der Hauptanziehungspunkte die Grabplatte des Wanderarztes Johannes Andreas Eisenbarth, der 1727 auf der Durchreise in einem Gasthaus in Hannoversch Münden verstarb und in der Aegidienkirche seine letzte Ruhestätte fand.

Derzeit ist die zwischenzeitlich entweihte Kirche ungenutzt.

  • Frontansicht
  • Seiteneingang, Aufgang zum Kirchturm
  • Schattenriss im Inneren der Kirche
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