Hampeturm
Am Plan
34346 Hann. Münden
Künstlerin: Silke Rokitta

Hampe Turm „Hagelturm“

Der zwischen den Wallanlagen und Am Plan gelegene Hampesche Turm, der in den Stadtrechnungen des 15. und 16. Jahrhunderts als „Neuer“ oder „Hohler Turm“ bezeichnet wird, war im Mittelalter bis in die frühe Neuzeit Teil der städtischen Befestigungsanlagen. 26 Türme und Bollwerke mit vorgelagertem Wall und Graben dienten der Stadtverteidigung.

Im 19. Jahrhundert erfuhr der Turm aus wirtschaftichem Interesse heraus eine Umnutzung. 1848 hat der Privatunternehmer Ballauf den Turm zur Schrotkugelherstellung 1848 auf 42,50 m aufgestockt, konnte aber eine wirtschaftliche Produktion nicht erreichen. 1871 erwarb die Firma Haendler & Natermann den Turm und nutze ihn wie auch den Fährenpfortenturm an der Fuldabrücke als Produktionsstätte der Schrotgewinnung. Sie ließen das erhitzte, flüssige Blei aus dem obersten Stock durch Siebe herabstürtzen. Durch den Freien Fall bildeten sich Kügelchen (Schrot), die im Erdgeschoss durch Maschinen bis auf Hundertstel genau im Umfang und Gewicht sortiert wurden. Damit wurde der Niedergang der Befestigungsanlagen an dieser Stelle nachhaltig aufgehalten. Heute kann man über eine jüngere, ebenerdige Tür die alte erste Ebene und über Holzstiegen und eine Falltür das „Dach“ des Turmes erklimmen. 

  • Hampe Turm
  • Blick ins Freie
  • Innenarchitektur
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