Freimaurer-Logenhaus
Bremer Schlagd 16
34346 Hann. Münden
Künstler:

Freimaurer-Logenhaus 

Zu den wichtigsten Bauten der ursprünglichen Wehranlage gehörte zweifellos das an der Schlagdspitze errichtete, ursprünglich kreisrunde Bollwerk am Zusammenfluss von Werra und Fulda, dessen heutige Substanz wohl auf das frühe 16. Jahrhundert zurückgeht. Über dem Erdgeschoss des runden Ursprungsbaus wurde im Jahr 1729 ein mehrgeschossiger quadratischer Aufbau als Gasthaus errichtet. Ein Stich von 1588 belegt, dass sich dort bereits vor der Stadterstürmung durch General Tilly ein ebensolcher Aufbau befunden hatte.

Vor 1751 erhielt das Gebäude, aufgrund der großartigen Fernsicht, den sprechenden Namen „Sydekum“ („Sieh Dich um!“). Ab 1808 nannte man es wie den darin beheimateten Verein „Harmonie“. Knapp 50 Jahre später, 1856, diente es als Zollamt.

1872 erwarb es die 1799 gegründete Freimaurerloge „Phytagoras zu den drei Strömen“, die zeitgleich den sehenswerten Ausbau ihres Zeremonien- und Versammlungsraums im 2. Obergeschoss verantwortete. Dieser, als „Vorhof zum Tempel Salomons“ bezeichnet, steht ganz im Dienst der drei Tugenden „Weisheit“, „Schönheit“ und „Stärke“, die darin sowohl in Form eines spätklassizistischen Gemäldes als auch durch drei Säulen -„dorisch“, „ionisch“ und „korinthisch“ - visualisiert sind, und der Leitidee der Loge der „Humanitas“. Neben der vom historistischen Ideengut der Zeit geprägten Ausstattung mit Sternenhimmel ist das erhaltene Fachwerkkuppelgewölbe einer der ganz außergewöhnlichen, einzigartigen Denkmalschätze Hannoversch Mündens.

Das Gebäude wurde ab 1994 von den Freimaurern grundlegend mit Gespür für die historische Substanz saniert und wird seitdem regelmässig für Interessierte geöffnet. 

  • Ansichten des Logenhauses
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