Moschee
Sydekum 3
34346 Hann. Münden
Künstler: N.N.

Moschee 

Im Jahr 1783 ließ der Wirt Georg Ludwig Rosenbach drei von ihm erworbene Gebäude auf der Stadtmauer abbrechen, um dort das Hotel „Neues Sydekum“ errichten zu können. Das mächtige 11-achsige Gebäude prägt die Uferansicht. Asymmetrisch sich über einen hohen nach innen gekurvten Sockelbau erhebend wird die Fassade durch seinen leicht aus der Mittelachse verschobenen nahezu vierachsigen, sechseckigen Mittelbau beherrscht, der zusätzlich von einer Haube bekrönt wird. Zur Sydekumstraße hin war das Gebäude neunachsig angelegt. Über dem Sockelgeschoss mit zentralem Portal, dessen Tür auf 1783 datiert wird, kragten die beiden oberen Geschosse leicht vor. Vom Sockelgeschoss trennt sie ein umlaufendes Gesimsband mit Profilierungen. Auch zur Straßenseite hin wurden die mittleren drei Achsen durch einen mit Giebel überhöhten Risalitbau betont. Dieser reicht weit in das mächtige Walmdach hinein. Bis in die 1970er Jahre war die ursprüngliche Farbfassung des ausgehenden 18. Jahrhunderts in Teilen erhalten. 1849 erfolgte der Einbau eines Ballsaales, der klassizistisches Formengut aufwies und die Übereignung an den Gesellschaftsverein 'Sydekum'. In diesem Zusammenhang wurde das Gebäude wohl dem Zeitgeschmack entsprechend verputzt, worauf noch Bebeilspuren im Fachwerk hinweisen.

Ab 1922 nutzte die Methodistische Gemeinde Hannoversch Münden den zu diesem Zeitpunkt leer stehenden Bau als Kirchenraum. Im Jahr 2000 wurde er vom türkischen Arbeiterverein erworben und zur Moschee umgebaut. Sie sanierte das Gebäude aus eigenen Mitteln. Es bildet heute das Zentrum der religiösen Gemeinschaft.

  • Moschee des türkischen Arbeitervereins
  • Detailansicht
  • Empfangshalle
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